3D Beamer Test

Unterschiede zum 3D-Kino/TV

Der klare Vorteil des 3D-Kinos ist natürlich die große Leinwand, auf der das Schauen eines entsprechenden Filmes viel mehr Spaß macht. Dafür überwiegen natürlich die Kosten – und Bequemlichkeitsgründe im Heimkino. Wer gerne 3D-Filme schaut, kommt wahrscheinlich auf Dauer mit seinem Heimkino günstiger weg. Denn im Kino zahlt man ja nicht nur den Film, sondern auch Knabbereien und Getränke. Doch dies sind natürlich nur persönliche Gründe.

Der Unterschied liegt auch in der Technik. Während in rund 90% der Kinos von der sogenannten 3D-Polarisation Gebrauch gemacht wird, nutzt das 3D-Fernsehen die Shutter-Technik.

So funktioniert die 3D-Polarisation im Kino

Die 3D-Polarisation funktioniert folgendermaßen: Der Zuschauer und der Projektor befinden sich auf derselben Seite, nämlich frontal zur Leinwand. Der Projektor wirft das Bild an eine silber- oder aluminiumbeschichtete Leinwand und das polarisierte Licht wird zurückgeworfen.

In der Regel werden zwei Projektoren und ein Polfilter benötigt, damit der 3D-Effekt zu dem wird, was man zu sehen bekommt. Um den 3D-Effekt sichtbar zu machen benötigt man eine spezielle Brille, die ebenfalls mit zwei Polarisationsfiltern ausgestattet ist. Je nach angewandter Technik des Kinos lässt diese das nur „passend“ polarisierte Licht durch. Jedes Auge bekommt so ein anderes Bild vermittelt und der 3D-Effekt ist „geboren“. Er entsteht durch die unterschiedlichen Lichtwellen, die auf einer horizontalen oder vertikalen Linie schwingen. Die Brille manipuliert das zurückgeworfene Licht so, dass jedes Auge sozusagen die für den Effekt benötigten Wellen erhält.

Die 3D-TV-Technik

Die Shutter-Technik wird vor allem bei den 3D-TVs angewendet. Hierbei werden zwei unterschiedliche Bilder auf eine weiße Leinwand projiziert. Um den Effekt erzielen zu können, werden spezielle Shutter-Brillen benötigt, die sehr stark an Sonnenbrillen erinnern. Sie sind elektronischer Natur und werden per Bluetooth oder Infrarot auf die Bildfrequenz des Fernsehers eingestellt. Der große Nachteil: Man muss eine Brille von dem Hersteller kaufen, von dem auch der TV ist, denn ansonsten funktioniert das Augenspektakel nicht. Je nach Hersteller kosten sie ab 20 Euro aufwärts.

Die Brillen sind außerdem mit Flüssigkristallflächen ausgestattet, die sich rechts und links jeweils unterscheiden. Sie können zwischen durchlässig und undurchlässig eingestellt werden, sodass sich auch ein Auge „abdunkeln“ lässt. Die Technik der Brille lässt dabei nur das Bild hindurch, welches für das linke oder rechte Auge gedacht ist.

Der große Vorteil dieser Methode ist, dass die Farben sehr wahrheitsgetreu gesehen werden können und man nicht von einem bestimmten Blickwinkel abhängig ist, wie es beispielsweise im Kino der Fall ist, wo aber alle Zuschauer frontal auf die Leinwand schauen. So können auch die, die seitlich zum TV sitzen in den vollen Genuss der 3D-Technik kommen.